9 Kommentare

  1. Das mit den Neuanfängen kann ich bestätigen. Celia Fen sagt auch, daß wir jetzt in einem 1er Jahr sind und seit dem 11-11-Tor in einen ganz neuen Anfang und ein neues Level unserer Meisterschaft eingetreten sind.

    Bei mir trifft das zu – ich hab vor kurzem das Sacred Activations Teacher Training gemacht, bin jetzt also Lehrerin, eine ganz neue Rolle für mich. 🙂 Und ich übersetze seit kurzem Live Webinare, und das funktioniert erstaunlich gut.

    Aber früh aufstehen? No way! Wenn ich es doch mal muß, ist der Rest des Tages für mich gelaufen, weil mein ganzer Rhythmus durcheinander kommt und ich schon die Nacht davor schlecht schlafe, wenn ich weiß, daß ich morgens früh raus muß. Ich glaube jeder hat andere Zeiten, zu denen seine „besten“ Zeiten sind. Für manche ist das um 5 Uhr morgens und für andere um 8 Uhr abends. Es ist bloß wichtig, seine eigene persönliche Kurve zu kennen und die Aktivitäten entsprechend zu legen. Zumindest für mich hat es nie funktioniert, mich zu irgend etwas zu zwingen. (Aber ich hab natürlich leicht reden, da ich keine Familie mit einplanen muß. 😉 )

    Morgenseiten sind bei mir übrigens völlig nach hinten losgegangen, da ich nach 3 Seiten nicht aufhören konnte und dann den halben Tag mit Schreiben verbrachte …. 😉

    Aber ich find es toll, daß du deinen Fitneßraum aktivirt hast! Da ich sowas Luxuriöses nicht besitze, behelfe ich mich mit Tanzen, was mir aber auch gut aus der Lethargie raus geholfen hat.

    Wollte dir auch auf diesem Wege mal mitteilen, daß ich deine Blogs immer sehr gerne lese, obwohl ich meistens nichts kommentiere. 🙂

    Grüße aus dem grauverhangenen Berlin

    Zarah

    1. Author

      Liebe Zarah,
      ja, ich merke das auch ganz stark seit drei Wochen. Ich habe total viel Drive endlich die Dinge umzusetzen, die schon so lange auf der langen Bank zu versauern drohten.
      Müsste ich nicht um meine Familie herum planen, wäre ich wohl auch eher eine Nachteule. Doch ich hatte mich ja schon einmal in Dubai an das frühe Aufstehen gewöhnt. Nur war es dort etwas wärme morgens. 😉
      Ja, die Morgenseiten können auch süchtig machen. Auch da muss ich mich dann bescheiden und nach einer halben Stunde aufhören. Ich stelle mir dafür den Wecker. Manchmal kommt dann ein Post dabei heraus und ich kann dann später beim Formulieren noch einmal an die Gedanken vom Morgen anknüpfen. Das macht dann richtig Spaß!
      So luxuriös ist bzw. war unser Fitnessraum auch nicht. Das ist ein Durchgangszimmer im Keller für die Katzen – gleich neben dem Katzenklo und der Katzenklappe. 🙂 Aber wenn ich die Türen anlehne ist es sehr erträglich. Ich bin froh, dass wir überhaupt den Platz haben und ich nicht extra irgendwohin muss zum Sporteln. Tanzen liebe ich aber auch. Das würde ich auch mal wieder gerne machen. So richtig, meine ich. Nicht nur so im Wohnzimmer. Obwohl das auch ser viel Spaß macht!
      Danke Dir auch für Deinen Zuspruch! Ich schaue bei Dir auch immer wieder gerne vorbei. 🙂
      Liebe Grüße aus der kalten, aber wieder sonnigen Schweiz von
      Sabine

  2. Ich versuche das zu verstehen, aber es fällt mir nicht leicht. Ich kann es nur akzeptieren, weil ich es bei so vielen Menschen sehe, dass es scheinbar ein Problem ist, das zu tun, was man tun will und was stimmig ist und gleichzeitig all das zu tun, was einfach getan werden will… dazu gehört der Haushalt und bei manchen noch viel mehr…
    Ich hatte damit auch mal Probleme, als ich mit 30 Leuten in einer Gemeinschaft zusammen lebte – da reichte meine Zeit auch nicht, weil ich mich für alle und alles verantwortlich fühlte – ich konnte nur schwer bei mir sein und mich trotzdem verbunden fühlen.
    Doch als ich allein mit meinen Kindern lebte und wieder lebe, geht es ganz leicht. Wenn aber jemand dazu kommt, der/die anders schwingt und nach Plan lebt – geht es ganz schnell nicht mehr.
    Für mich wäre es so etwas wie Selbstvergewaltigung, wenn ich meine Lebenszeit freiwillig mit der Stechuhr einteilen würde. Mir ist es schon in der Schule immer suspekt – da arbeite ich einmal in der Woche mit Kindern – die so programmiert auf den Rythmus der Schulstunden und Pausen sind – dass ich mich erschrecke. Egal um was es gerade geht, egal wie begeistert und vertief sie gerade in etwas sind, eine Minute vor dem Klingeln, packen die automatisch ihre Sachen zusammen und schalten ab. Für mich ist das: HÄH??? Für sie ist das ein sinnvolles Funktionieren – was bei dem System auch schwer anders möglich ist. Mir wird dabei lediglich bewusst, wie vollkommen anders ich funktioniere.
    Ich genieße es sehr, mit dem zu fließen was gerade ist – Vertrauen ins Leben zu haben und Vertrauen in mich.
    Jeder Tag, jeder Moment ist eine Überraschung und ich bin offen dafür zu spüren, was es jetzt gerade braucht. Wenn es mal um Ausschlafen geht, muss ich das nicht zur Gewohnheit machen. Wenn ich etwas tun mag, dann verzichte ich auch gern mal auf den Schlaf – das passiert automatisch. Oft vergesse ich das Essen und manches mal schlemme und genieße ich es, ich muss mir da keine Vorschriften machen, an die ich mich dann halten muss und mich verbiegen muss. Wenn ich zurück schaue, sehe ich, dass ich mich abwechslungsreich und gesund ernähre und ab und zu auch was angeblich „ungesundes“ total genießen kann. Ich mache kaum etwas regelmäßig – sondern das ist mir eher suspekt, falls sich so etwas einschleicht, dann fühlt sich das nicht gut an und ich lasse es einfach.
    Tödlich wäre es für mich, wenn ich alles was ich tue nur aus Gewohnheit tue und wenn mir bewusst wird, das mir das nicht gut tut – ich mein Leben umgestalten mag – dann ist es doch verrückt, mir neue Gewohnheiten und Automatismen zu erschaffen, in die ich mich und das Leben dann wieder hineinzwingen muss – dann fühlt sich das vielleicht mal kurzzeitig gut an – weil anders, neu und selbstgewählt… Doch ich glaube nicht, dass es dazu führen kann, sich wirklich erfüllt und froh und verbunden zu fühlen. Denn man zwingt sich und dem Tag und der Mitwelt etwas auf – vielleicht weil die meisten es so gewohnt sind. Und wenn sie es schaffen, sich an die Regeln, die sie selbst oder andere aufgestellt haben zu halten, dann fühlen sie sich gut…
    Und ich möchte rufen:
    Aber seht ihr denn nicht – wie seltsam und befremdlich das ist? Das Leben ist jeden Tag neu, kein Tag ist wie der andere und es geht doch darum, in Einklang zu kommen, mit dem, was WIRKLICH ist. Auch wir sind nicht täglich gleich, unsere Bedürfnisse sind unterschiedlich und es geht darum – uns zu leben, in dem, was JETZT da ist – uns zu lieben, uns zu erlauben, in jedem Moment echt und wir selbst zu sein. Das kann doch niemals gelingen, wenn wir vorgefertigte Zeitpläne abarbeiten, die sich täglich wiederholen – egal ob selbst gewählt oder nicht.
    Was nicht heisst, dass man, wenn man nichts erzwingt und regelt, in Sucht, schlechten Gewohnheiten und Chaos versinken muss. Vielleicht haben manche Menschen Angst davor – keine Ahnung….
    Denn wenn wir uns lieben, dann wollen wir es schön und gut haben, für uns selbst und unsere Mitwelt und dann sorgen wir selbstverständlich gern dafür, dass alles so ist, wie es uns und allem anderen gut tut. Wir haben Freude dabei und verwechseln es nicht mit Pflichten und Arbeit – sondern tun es selbstverständlich mit Freude im Herzen unterstützen uns gegeseitig dabei und so entsteht viel Raum und Zeit für alles Wesentliche, was durchaus nicht täglich das Gleiche sein muss.

  3. Hallo Sabine, ich finde Ihre Berichte sehr ermutigend

    1. Author

      Liebe Marisol,
      danke Dir! Das macht mir wiederum Mut. 🙂
      Ganz liebe Grüße von
      Sabine



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.